Montag, Oktober 02, 2006

Brisbane and Noosa

Trotz meiner heutigen Formel1-Nachtschicht schafften wir es wieder um sechs aus den Federn und fuhren direkt auf den Highway. Die Strecke um Brisbane herum war wieder zweispurig ausgebaut und so trudelten wir um zehn in der Hauptstadt Queenslands ein. Dort machten wir einen Walk durch die Innenstadt, bestiegen den Glockenturm der Town Hall und setzten uns zum Mittag mit ein paar Sandwiches unter die Palmen des Royal Botanic Gardens.

Der Rückweg auf den Highway sorgte für etwas Verwirrung und wir fuhren erstmal ein paar Runden um Downtown herum, bis wir die richtige Auffahrt trafen. Eine Stunde nördlich von Brisbane verwandelte sich der Highway wieder mehr in eine Bundesstraße und um uns herum war nur noch Wildnis. Am frühen Nachmittag erreichten wir Noosa, eine Ansammlung kleiner Dörfer an der Küste. - Was für ein Unterschied zu Brisbane! Gerade waren wir noch durch zwischen den verspiegelten Hochhäusern her gelaufen, nun standen wir an einer mit Palmen gesäumten, blauen Lagune. In der Bucht gibt es viele kleinere Inseln, auf denen schicke Ferienhäuser und australische Wohnsitze direkt am Wasser liegen. Wieder mal so ein Ort, von dem man am liebsten gar nicht mehr weg möchte.

Um einer zu langen Autofahrt in der Dunkelheit zu entgehen, machten wir uns bald wieder auf den Weg. Schließlich hatten wir unsere Unterkunft in Harvey Bay schon vorgebucht und mussten so noch ein par Kilometer hinter uns bringen. Die Strecke hatte man uns in typisch australischer Manier mit "etwa anderthalb Stunden" angegeben. Wie üblich konnte man diese Schätzung mal wieder verdoppeln. Wir fragen uns langsam wie schnell die Australier fahren, um ihre Prognosen einzuhalten. - Und das bei einem Tempolimit von 110 km/h.

Aus diesem Grund dämmerte es auf dem Rückweg schon ziemlich. Alle halbe Stunde zogen kleinere Dörfer an uns vorbei, ansonsten nur Hügel und weites Land. Plötzlich bremste das Auto vor uns abrupt und wich nach links aus. - Zu spät: Ein großes Känguru war auf die Straße gehüpft und kam mit seinem Hinterläufen unter die Räder. Dem Auto war scheinbar nichts passiert, aber das arme Tier schien den Aufprall weniger gut überstanden zu haben. So war unsere erste Beuteltier-Sichtung in freier Wildbahn leider nicht sehr erfreulich. Den Rest der heutigen Fahrt absolvierten wir anschließend mit doppelter Vorsicht.

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