Sonntag, Oktober 01, 2006

Byron Bay

Mit den ersten Sonnenstrahlen ging es heute morgen um sechs aus den Federn, schnell ins Bad und dann wieder ab auf den Highway. Da es hier immer noch früh dunkel wird, wollten wir so möglichst viel vom Tag haben. Bei strahlend blauem Himmel fuhren wir mal durch dichten Wald, dann wieder durch weite Ebenen aus Wiesen und Feldern, nordwärts.

Irgendwann gab es dann eine Umleitung, kurz vor uns muss es wohl zu einem Unfall gekommen sein und der komplette Highway wurde nun gesperrt. Naja, "Umleitung" ist vielleicht etwas übertrieben: Ein netter Polizist winkte uns von der Straße und gab uns die Empfehlung, in McLean wieder auf den Highway aufzufahren. Also folgten wir erst einmal den ebenfalls abfahrenden Autos auf einem kleinen Weg durch die Pampas. In einer Sackgasse ("No through road!") fiehl bei uns der Groschen zuerst: Wir drehten als erstes Fahrzeug um und fuhren zurück zur letzten Kreuzung - die Autos und Camper hinter uns nach einigen Sekunden dann auch. Durch unsere gedankliche Schnelligkeit waren wir nun also die ersten im Konvoi. Alle folgten uns brav, wahrscheinlich mit der Hoffnung wir würden eine geeignete Karten für diesen Feld-Wald-Wiesen-Umweg besitzen. Irgendwann kamen uns dann wieder Autos entgegen und wir waren so gut wie sicher, auf dem richtigen Weg zu sein. Nach einer halben Stunde trennte nur noch ein Fluss unseren Weg zurück auf den Highway. Die einspurige Brücke wurde im zehn Minuten Takt für die eine und die andere Richtung genutzt - je nachdem wer am Brückenkopf gerade das Recht des Stärkeren durchsetzte. Beim Warten konnte Eva deswegen auch ohne Probleme aussteigen und mit den Bewohnern der nächsten Farm über die Verkehrslage plaudern.

Gegen Mittag trafen wir dann in Byron Bay ein und stärkten uns in diesem kleinen, alternativen Hippie-Surfer-Nest erst einmal mit leckerem, gebratenem Lachs. Nach einem Bummel über die Mainstreet stiegen wir den Hügel des nahgelegenen Leuchtturms hinauf und konnten von der östlichsten Stelle Australiens auf den Pazifik schauen. Und da gab es viel zu sehen: Nach ein paar Delfinen tauchten in der Nähe der Küste immer wieder vorbeiziehende Buckelwale auf und zeigten und ihre Schwanzflosse, bliesen fröhlich Wasser in die Luft oder warfen sich etwas weiter entfernt sogar wagemutig auf die Wasseroberfläche.

Von diesen Bildern beeindruckt, sprangen wir am feinsandigen Strand der Bucht dann auch noch selbst die Fluten und genossen die letzten Sonnenstrahlen direkt am Wasser.

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