
Bei strahlendem Sonnenschein, blauen Himmel und circa 22 Grad am frühen Morgen machten Linda, Jule, Dana, Markus und ich uns auf den Weg in den Norden von Sydney. Freundlicherweise hatte ich die Erlaubnis mit dem Auto "meiner" Familie fahren zu dürfen, so dass ich als
erfahrene Lindverkehrfahrerin ;-) die Strecke in Angriff nehmen konnte. Trotz leichter Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (die Züge zu unserem verabredeten Treffpunkt fuhren auf Grund von Bauarbeiten nicht), schafften wir es dennoch um 8.15 Uhr morgens von Pymbel aus aufzubrechen. Entlang des Newcastle Freeways ging es durch den Ku-ring-gai Chase National Park über den Hawksbury River und einigen ungeplanten Umwegen nach Calga in den Australia Walkabout Wildlife Park. Eigentlich wollten wir schon zum Frühstück mit den Kängurus um 9.00 Uhr da sein, was wir aber, auf Grund der falschen Ausfahrt die wir genommen haben, nicht ganz schaffen konnten. Nach einigen Stopps und Nachfragen waren wir dann zwar auf dem richtigen Weg, aber nicht mehr sicher, ob sich dieser Park überhaupt lohnen würde, wusste doch fast keiner den wir fragten, etwas von diesem Park. Aber wir ließen uns nicht beirren und suchten weiter.
Um kurz nach neun hatten wir den Park dann endlich gefunden und mehrer Sicherheitsgatter passiert hatten, wurden wir nicht enttäuscht: Überall hüpften Kängurus und Wallabies um uns herum und zu unserer Überraschung gab es überhaupt keine Touristen. Wir wurden total nett und freundlich begrüßt und die Inhaberin des "Parks" erklärte uns einige Dinge über das Konzept. Zusammen mit ihrem Mann hat sie vor einiger Zeit ein riesiges Gebiet gekauft und mit einem elektrischen Zaun umzäunt, um australischen Tieren eine sichere Umgebung bieten zu können. Da es seit vielen Jahren Probleme mit Füchsen gibt, die vor allem die Wallabies und kleinen Kängurus jagen, machten sie dieses Gebiet zu einer fuchsfreien Zone und der Zaun hindert nun neue Füchse daran, in das Gebiet einzudringen. Zudem ist das Gebiet ein ehemaliges Revier der Darkinjung Aboriginies.
Viele Kängurus im Park sind Menschen gewöhnt, da sie von ihnen aufgezogen wurden. So wurde uns erklärt, dass viele Kängurus und Wallabies von Autos angefahren werden und man dann versucht, die Joeys aus dem Beutel mit der Hand aufzuziehen.
Dann bekamen wir eine Einführung darin, wie man sich bei einer Wanderung zu verhalten hat, wenn man auf Schlangen stößt und wie man giftige Schlangen erkennt. Danach ging es dann auf in den Busch. Auf einer fast zweistündigen Wanderung bekamen wir viele Informationen über die Pflanzenwelt Australiens, insbesondere der Medizinpflanzen der Aboriginies, sahen alte Steingravuren und Handabdrücke der Aboriginies und natürlich Tiere.
Obwohl es uns schwer viel weiterzufahren, brachen wir dennoch gegen Mittag auf, um noch weiter Richtung Norden zu fahren. Bei nunmehr 27 Grad zog es uns an einen Strand und wir fuhren Richtung Küste, um dann am
Avoca Beach zu stranden. Nach einem kleinen Mittagslunch entspannten wir ein wenig am Wasser, bevor es gegen 16.00 Uhr wieder Richtung Sydney ging.