Samstag, September 02, 2006

Frühstück mit Kängurus

Bei strahlendem Sonnenschein, blauen Himmel und circa 22 Grad am frühen Morgen machten Linda, Jule, Dana, Markus und ich uns auf den Weg in den Norden von Sydney. Freundlicherweise hatte ich die Erlaubnis mit dem Auto "meiner" Familie fahren zu dürfen, so dass ich als erfahrene Lindverkehrfahrerin ;-) die Strecke in Angriff nehmen konnte. Trotz leichter Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (die Züge zu unserem verabredeten Treffpunkt fuhren auf Grund von Bauarbeiten nicht), schafften wir es dennoch um 8.15 Uhr morgens von Pymbel aus aufzubrechen. Entlang des Newcastle Freeways ging es durch den Ku-ring-gai Chase National Park über den Hawksbury River und einigen ungeplanten Umwegen nach Calga in den Australia Walkabout Wildlife Park. Eigentlich wollten wir schon zum Frühstück mit den Kängurus um 9.00 Uhr da sein, was wir aber, auf Grund der falschen Ausfahrt die wir genommen haben, nicht ganz schaffen konnten. Nach einigen Stopps und Nachfragen waren wir dann zwar auf dem richtigen Weg, aber nicht mehr sicher, ob sich dieser Park überhaupt lohnen würde, wusste doch fast keiner den wir fragten, etwas von diesem Park. Aber wir ließen uns nicht beirren und suchten weiter.

Um kurz nach neun hatten wir den Park dann endlich gefunden und mehrer Sicherheitsgatter passiert hatten, wurden wir nicht enttäuscht: Überall hüpften Kängurus und Wallabies um uns herum und zu unserer Überraschung gab es überhaupt keine Touristen. Wir wurden total nett und freundlich begrüßt und die Inhaberin des "Parks" erklärte uns einige Dinge über das Konzept. Zusammen mit ihrem Mann hat sie vor einiger Zeit ein riesiges Gebiet gekauft und mit einem elektrischen Zaun umzäunt, um australischen Tieren eine sichere Umgebung bieten zu können. Da es seit vielen Jahren Probleme mit Füchsen gibt, die vor allem die Wallabies und kleinen Kängurus jagen, machten sie dieses Gebiet zu einer fuchsfreien Zone und der Zaun hindert nun neue Füchse daran, in das Gebiet einzudringen. Zudem ist das Gebiet ein ehemaliges Revier der Darkinjung Aboriginies.

Viele Kängurus im Park sind Menschen gewöhnt, da sie von ihnen aufgezogen wurden. So wurde uns erklärt, dass viele Kängurus und Wallabies von Autos angefahren werden und man dann versucht, die Joeys aus dem Beutel mit der Hand aufzuziehen.

Dann bekamen wir eine Einführung darin, wie man sich bei einer Wanderung zu verhalten hat, wenn man auf Schlangen stößt und wie man giftige Schlangen erkennt. Danach ging es dann auf in den Busch. Auf einer fast zweistündigen Wanderung bekamen wir viele Informationen über die Pflanzenwelt Australiens, insbesondere der Medizinpflanzen der Aboriginies, sahen alte Steingravuren und Handabdrücke der Aboriginies und natürlich Tiere.

Obwohl es uns schwer viel weiterzufahren, brachen wir dennoch gegen Mittag auf, um noch weiter Richtung Norden zu fahren. Bei nunmehr 27 Grad zog es uns an einen Strand und wir fuhren Richtung Küste, um dann am Avoca Beach zu stranden. Nach einem kleinen Mittagslunch entspannten wir ein wenig am Wasser, bevor es gegen 16.00 Uhr wieder Richtung Sydney ging.

Natürlich gibt es auch hier zahlreiche Fotos! Die Internetseite zum Australian Walkabout Wildlife Park ist auch sehr informativ!

Donnerstag, August 31, 2006

Dianne Reeves im Opera House - und ich war dabei ;-)

Das Sydney Opera House ist mir ja nun, vom äußeren Anblick her, längstens vertraut. Wie aber mag es innerhalb der einzelnen Muscheln aussehen? Da es ja über die Innenarchitektur des Gebäudes viele kontroverse Meinungen gibt, musste ich mir natürlich auch ein eigenes Bild machen. Dank spezieller Studententickets ("nur" ca. 18 Euro) konnte ich es mir sogar leisten, einem Konzert in der Concert Hall des Opern Hauses beizuwohnen. So ging es abends zunächst mit einigen anderen aus der Schule in die Bar der Oper und dann anschließend zum Jazzkonzert von Dianne Reeves.

Die 1956 in den USA geborene Musikerin gehört zu den bekanntesten Jazzsängerinnen unserer Zeit und ist die erste Sängerin, die in drei aufeinander folgenden Jahren einen Grammy bekommen hat. Hier in Sydney trat sie zusammen mit der Sydney Symphony auf. Das Konzert war wirklich spitze und Dianne Reeves führte mit viel Witz und Humor durch den Abend. Obwohl ich ja nicht wirklich viel von Jazz verstehe, hat mir die Musik total gefallen - nicht zuletzt dank der exzellenten Akustik.

Auch die Concert Hall selbst war allein durch ihre Größe beeindruckend. Obwohl auch mir die Außengestaltung der Oper mehr zusagt als die Innenarchitektur, die ja nicht von Jørn Utzon, sondern, nach einem Streit zwischen Utzon und der Regierung NSW, von einem Team australischer Architekten entworfen wurde, lohnt es sich dennoch auch einmal einen Blick ins "Innere" zu werfen. Meiner Meinung nach wirken jedoch einige Räume etwas altmodisch und haben eher einen 60er Jahre Charme.

Einmalig hingegen ist der Blick von der Terrasse des Opern Hauses auf die Harbour Bridge - blöd nur, dass ich kein Stativ dabei hatte; so ist das Foto jetzt leider verwackelt!

Diese und noch mehr Fotos findet ihr im Fotoalbum!

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